Basis
Wiederholbare Wochen und lange ruhige Läufe bilden den Ausgangspunkt.
Ein effektiver 6-Monats-Marathontrainingsplan umfasst ca. 24 bis 26 Wochen und teilt sich in vier logische Phasen auf: Basisaufbau, Umfangsteigerung, marathonspezifische Vorbereitung und Tapering. Du brauchst keine bestimmte Geschwindigkeit mitzubringen, aber eine solide Lauferfahrung.
Monat 1 bis 3 (Basistraining): 3 bis 4 Läufe pro Woche, 25 bis 45 km Wochenumfang, lange Läufe bis 18 bis 20 km
Planung öffnen ↓Wiederholbare Wochen und lange ruhige Läufe bilden den Ausgangspunkt.
Umfang und gezielte Reize steigen nur, wenn die vorige Stufe stabil bleibt.
Marathontempo und lange Läufe werden im passenden Verhältnis eingeordnet.
Die Belastung sinkt, damit Erholung vor dem Wettkampf möglich bleibt.
Monat 4 bis 5 (marathonspezifische Phase): 4 bis 5 Läufe pro Woche, 40 bis 60 km Wochenumfang, lange Läufe bis 30 bis 32 km
Monat 6 (Feinschliff und Tapering): Reduktion auf 60 bis 70 % des bisherigen Umfangs, längster Lauf 3 bis 4 Wochen vor dem Marathon
Dieser Trainingsplan orientiert sich an deiner Belastbarkeit und deinem Leistungsstand, nicht an einer festen Wunschzeit. Er stammt von Marathon-Wochen und bildet eine planungsorientierte Roadmap, keine Leistungsgarantie.
Voraussetzung: Vor dem Start solltest du mindestens 30 Minuten am Stück laufen können und seit mindestens 6 Monaten regelmäßig 2 bis 3 Läufe pro Woche absolvieren.
Die Marathondistanz von 42,195 Kilometern gilt im Laufsport als Königsdisziplin. Dieser Plan richtet sich an Läufer mit vorhandener Grundlage, die diese Herausforderung strukturiert angehen wollen.
Zielgruppe:
Freizeitsportler, die ihren ersten oder zweiten Marathon laufen wollen
Läufer, die bisher maximal Halbmarathon gelaufen sind und sicher auf die volle Distanz aufbauen möchten
Berufstätige, die 4 bis 6 Stunden Trainingszeit pro Woche einplanen können
Voraussetzungen:
Eine über längere Zeit stabile Laufroutine, idealerweise mit regelmäßigem Training (2 bis 3 Einheiten pro Woche)
8 bis 10 km locker durchlaufen ist möglich, ohne völlige Erschöpfung
Keine akuten Verletzungen; bei Vorerkrankungen ist eine ärztliche Freigabe ratsam
Was dieser Plan nicht verspricht:
Keine Garantie für bestimmte Zielzeiten. Ein Marathon unter 4 Stunden erfordert eine Pace von 5:41 Minuten pro Kilometer; ob du das erreichst, hängt von Faktoren ab, die kein Trainingsplan allein steuert
Keine medizinische Beratung oder Diagnose; bei Schmerzen: Training stoppen, ärztlichen Rat einholen
Der Plan ersetzt keine individuelle Leistungsdiagnostik
Die folgende Tabelle zeigt den Aufbau deiner Marathonvorbereitung über sechs Monate. Der maximale wöchentliche Umfang wird schrittweise gesteigert, die Werte sind Bandbreiten, keine starren Vorgaben. Ein effektiver Trainingsplan sollte 75 bis 80 % der Kilometer im niedrigen aeroben Bereich absolvieren.
Monat | Trainingsphase | Wochenumfang | Längster Lauf | Fokus |
|---|---|---|---|---|
1 | Basisaufbau | 25–35 km | 12–14 km | Grundlagenausdauer, Regelmäßigkeit, 3 Läufe/Woche |
2 | Basis festigen | 30–40 km | 15–17 km | Lockere Steigerungen, erstes Fahrtspiel |
3 | Übergangsphase | 35–45 km | 18–20 km | Stabile Wochenstruktur, gelegentlich 4. Einheit |
4 | Marathonspezifisch | 40–55 km | 24–26 km | Einstieg in Marathon-Tempo-Anteile |
5 | Peak-Belastung | 45–60 km | 30–32 km | Höchster Umfang, lange Läufe über 25 km |
6 | Tapering | 35–45 km | 26–28 km (3 Wo. vor Rennen) | Umfangreduktion, Erholung, Wettkampf |
Die Steigerungsregel lautet: nicht mehr als 10 % mehr Kilometer pro Woche, mit alle 3 bis 4 Wochen einer Entlastungswoche. Regenerative Wochen helfen, Überlastung im Training zu vermeiden. Lange Läufe sind ein wichtiger Teil der Distanzvorbereitung. Dosiere sie so, dass der Wochenumfang nicht überwiegend von einer einzelnen Einheit getragen wird und du dich bis zur nächsten Schlüsselwoche erholst.
Ein guter Marathontrainingsplan teilt sich in vier logische Phasen auf. In Alltagssprache: Du baust zuerst eine breite Ausdauer-Basis auf, steigerst dann Umfang und Intensität, trainierst anschließend gezielt für die 42,195 km und reduzierst vor dem Wettkampf die Belastung.
Die zwei Hauptphasen im Überblick:
Basistraining (Monat 1 bis 3): Die erste Phase besteht aus leichten und moderaten Läufen. Ziel ist ein robustes aerobes System, das Sehnen, Knochen und Gelenke mitwachsen lässt. In der Grundlagentrainingsphase steigern sich die wöchentlichen Kilometer langsam. Tempo spielt keine Rolle; Ausdauer und Belastbarkeit schon.
Marathonspezifische Phase (Monat 4 bis 6): Die dritte Phase fokussiert sich auf spezifische Marathonvorbereitung mit langen Läufen, die vierte Phase beinhaltet Tapering zur Erholung vor Wettkämpfen. Hier kommen Läufe im geplanten Marathontempo dazu, die längsten Trainingsläufe stehen an, und am Ende reduzierst du bewusst den Umfang.
Diese Trainingsbausteine ziehen sich durch alle Monate:
Lockere Dauerläufe: Das Rückgrat des Plans. Tempo so, dass du dich unterhalten könntest. Das 80/20-Prinzip besagt, dass 80 % der Kilometer im langsamen Tempo gelaufen werden sollten.
Lange Läufe: 1x pro Woche oder alle 10 bis 14 Tage, je nach Monat und Erholung.
Einheiten mit etwas höherer Intensität: Kurze Tempo-Abschnitte, Fahrtspiel oder Marathon-Tempo-Blöcke. Keine All-out-Intervalle.
Erholungstage und Krafttraining: Ruhetage sind essenziell für die Regeneration im Marathontraining. Krafttraining kann Verletzungen vorbeugen und die Laufleistung steigern.
Tempoangaben bleiben in diesem Plan relativ: „lockeres Tempo", „zügig aber kontrolliert". Feste Pace-Werte hängen von deinem individuellen Fitness-Level ab.
Die erste Phase eines 6-Monats-Plans ist der Basisaufbau über 6 Wochen. Hier geht es um Regelmäßigkeit, nicht um Geschwindigkeit.
Die Ziele im ersten Monat:
Regelmäßigkeit etablieren: 3 Läufe pro Woche als Standard
Deinen Körper an leicht steigenden Trainingsumfang gewöhnen, ohne Tempo-Druck
Einschätzen lernen, was „locker" für dich bedeutet (Faustregel: du kannst dabei sprechen, ohne zu keuchen)
Start bei ca. 25 km pro Woche, Ende bei 30 bis 35 km. Plane eine Woche bewusst etwas leichter ein (z. B. Woche 3 oder 4), um deinem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Ein Training sollte mindestens einen Tag Regeneration zwischen den Einheiten haben.
Deine langen Läufe liegen bei 10 bis 14 km, das Tempo bleibt „plauderbar", keine Endbeschleunigung. Steigere den längsten Lauf um maximal 2 km von Woche zu Woche.
Beispielwoche:
Dienstag: 6 km locker
Donnerstag: 8 km locker, am Ende 3 kurze Steigerungen (je 80 Meter zügiger)
Samstag: 12 km langer Lauf, gleichmäßig locker
Dazu 1 bis 2 Ergänzungseinheiten Rumpfstabilisation à 10 bis 15 Minuten zu Hause. Laufschuhe sollten gut gedämpft und passend sein; der erste Monat ist ein guter Zeitpunkt, die Ausrüstung zu prüfen.
Du bleibst bei 3 bis 4 Trainingseinheiten pro Woche und erhöhst die Distanz moderat. In der zweiten Phase erhöhen sich Umfang und Intensität der Trainingseinheiten, aber der Schwerpunkt bleibt klar auf aerober Grundlage.
Stabil 30 bis 40 km pro Woche vertragen
Optional eine vierte kurze Einheit pro Woche einführen (z. B. 5 km locker)
Leichtes Tempo-Spiel kennenlernen; keine harten Intervalle
Wochenumfang: In Woche 1 bis 3 steigt der Umfang um 10 bis 15 % innerhalb der Bandbreite. Woche 4 ist eine Entlastungswoche mit etwa 70 bis 80 % des bisherigen Umfangs.
Lange Läufe steigen auf 14 bis 17 km, einmal pro Woche oder alle 10 Tage. Im langen Lauf selbst gibt es keine Tempoanteile im Wettkampftempo, nur leichte Rhythmuswechsel.
Als separaten Baustein führst du ein lockeres Fahrtspiel ein: 6 bis 8 km gesamt, z. B. 6 x 1 Minute etwas schneller mit je 2 Minuten locker dazwischen. Der Maßstab: Du sollst dich danach noch gut fühlen. Regelmäßige lange Läufe über 20 km verbessern den Fettstoffwechsel; diese Marke erreichst du aber erst im nächsten Monat.
Die Basisphase endet, du bereitest den Körper auf mehr Umfang und erste spezifische Reize vor. VO2 max-Training sollte in der Mitte der Marathonvorbereitung erfolgen; dieser Monat eignet sich für erste kürzere Anteile mit höherem Tempo.
Wochenumfang auf 35 bis 45 km pro Woche bringen, bei Bedarf mit 4 Einheiten
Lange Läufe von 18 bis 20 km sicher und kontrolliert absolvieren
Müdigkeit erkennen lernen und rechtzeitig Ruhetage einplanen
Wochenstruktur: 1 langer Lauf, 1 Lauf mit etwas Tempo, 1 bis 2 lockere Läufe. Eine Entlastungswoche mit etwa 25 % weniger Umfang gehört in diesen Monat. Die Laktatschwelle liegt bei Anfängern bei etwa 70 Prozent der VO2 max; dein Tempolauf bewegt sich unterhalb dieser Grenze.
Dein langer Lauf steigt bis 20 km, mit höchstens 10 % Steigerung pro langem Lauf. Am Tag nach dem langen Lauf solltest du locker gehen oder 20 bis 30 Minuten ganz locker joggen können. Wenn das nicht klappt, war der Lauf zu schnell oder zu lang.
Erste Marathon-Tempo-Anteile einbauen: z. B. ein 12-km-Lauf mit 3 x 2 km im geschätzten Marathontempo, dazwischen 1 km locker. Das Tempo ist ein Planungswert, kein festes Ziel; passe es an dein Gefühl an.
Ab jetzt wechselt die Strategie von „allgemein fitter werden" zu „gezielt auf 42,195 km vorbereiten". Die Wettkampfvorbereitung simuliert Wettkampfanforderungen mit langen Läufen und spezifischen Tempoblöcken. Eine typische Trainingswoche in der Hauptphase umfasst fünf Trainingstage.
Wochenumfang in der Spanne 40 bis 55 km etablieren
Zwei klar definierte Schlüssel-Einheiten pro Woche: ein langer Lauf und eine marathonspezifische Tempoeinheit
Belastung und Alltag aufeinander abstimmen; lange Läufe eher am Wochenende
Wochenstruktur:
1 langer Lauf (20 bis 24 km)
1 Tempodauerlauf oder Abschnitte im Marathontempo (z. B. 8 bis 10 km gesamt mit 4 bis 6 km zügig)
2 lockere Läufe zur Umfangsstützung
1 Ruhetag ohne Laufen
Dein langer Lauf steigt im Verlauf des Monats bis ca. 24 bis 26 km. Für Einsteiger bedeutet das: maximal 2,5 bis 3 Stunden unterwegs. Teste bei diesen Läufen zum ersten Mal deine Wettkampfverpflegung. Die Wettkampfverpflegung sollte während der langen Läufe getestet werden, damit es am Renntag keine Überraschungen gibt. Eine Faustregel: nimm alle 5 km ein halbes Gel während langer Trainingsläufe.
Marathon-Tempo-Training: 3 x 3 km im geplanten Marathontempo mit je 1 km locker dazwischen. Alternative: 10 bis 12 km Lauf mit den letzten 3 bis 4 km leicht zügiger. Keine All-out-Intervalle; der Plan bleibt auf Ausdauer ausgerichtet. Teste dein Wettkampf-Outfit während des Trainings, um Scheuerstellen oder Unbehagen frühzeitig zu erkennen.
Dies ist der intensivste Monat. Hier stehen die längsten Läufe und der höchste Trainingsumfang an. Die Erholung muss mitwachsen: Schlaf, Ernährung und Alltagsbelastung sind jetzt genauso wichtig wie die Workouts selbst.
Wochenumfang zwischen 45 und 60 km, abhängig von deiner Vorgeschichte und deinem Leistungsstand
Ein bis zwei Läufe über 28 bis 32 km absolvieren, mit ausreichend Erholung danach. Vor dem Marathon sollten mindestens 30 Kilometer am Stück gelaufen werden
Verpflegung (Gels, Getränke) unter Wettkampfbedingungen testen. Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für die Kohlenhydrataufnahme
2 bis 3 Wochen mit höherem Umfang, gefolgt von einer Entlastungswoche mit ca. 30 % weniger Kilometern. Wenn Erschöpfung über mehrere Tage anhält, den Umfang konsequent senken. Nach Verletzungen oder ungewöhnlicher Erschöpfung sollte das Training reduziert werden.
Der Haupt-Meilenstein: ein 30 bis 32 km langer Lauf, etwa 4 bis 5 Wochen vor dem Marathon. Ein zweiter langer Lauf um 28 bis 30 km folgt mit mindestens 10 Tagen Abstand. Das Tempo bleibt kontrolliert locker; Marathon-Tempo nur kurz am Ende, wenn du dich gut fühlst.
Marathon-Tempo-Einheiten in diesem Monat: 2 x 6 km im Marathontempo mit 2 km locker dazwischen, oder ein 16 bis 18 km Lauf mit 8 bis 10 km im geplanten Tempo. Müdigkeit ist in dieser Phase normal. Starke Erschöpfung über mehrere Tage, Schlafstörungen oder Reizbarkeit sind Warnsignale.
Für den Alltag: Platziere lange Läufe an freien Tagen und priorisiere Schlaf. In den Wochen mit 30+ km Läufen lohnt es sich, private Termine bewusst zu reduzieren. Dein Leben außerhalb des Trainings beeinflusst deine Erholung direkt.
Tapering reduziert Umfang und Intensität vor dem Wettkampf. Das Ziel: erholt und gesund an der Ziellinie ankommen, nicht „noch fitter werden" in letzter Minute. Die letzten 2 Wochen vor dem Marathon sollten die Trainingsbelastung reduzieren.
Erholt und gesund an der Startlinie stehen
Marathon-Tempo als vertrautes Gefühl gefestigt haben, aber nicht müde in den Wettkampf gehen
Wochenumfang im Detail:
Woche 1 (3 Wochen vor Marathon): ca. 80 bis 90 % des Peak-Umfangs, längster Lauf 26 bis 28 km
Woche 2: ca. 60 bis 70 % des Peak-Umfangs, längster Lauf 18 bis 20 km mit kurzem zügigen Abschnitt
Woche 3 (Marathonwoche): 40 bis 50 % des Peak-Umfangs, mehrere sehr kurze, lockere Läufe
Kurze Läufe mit 3 bis 5 Steigerungen à 60 bis 80 Sekunden im geplanten Marathontempo halten die neuromuskuläre Aktivierung aufrecht. Keine neuen Trainingsformen oder harten Intervalle mehr einbauen. Die Aufregung vor dem Rennen ist normal; nutze sie nicht als Anlass für Zusatztraining.
Marathonwoche konkret: Letzter etwas längerer Lauf (10 bis 12 km locker) ca. 5 bis 6 Tage vor dem Rennen. Lauf am Vortag: 20 bis 30 Minuten locker plus 2 bis 3 Steigerungen. Verpflegungsstrategie in dieser Woche nicht mehr ändern.
Regeneration nach dem Marathon: 3 bis 5 Tage komplett ohne Laufen oder nur lockeres Gehen und Radfahren. 2 bis 3 Wochen mit reduziertem Umfang und ohne harte Tempoeinheiten. Dein Körper braucht diese Erholung; die Marathondistanz beansprucht Muskeln, Sehnen und Immunsystem erheblich.
Ein effektiver Marathontrainingsplan berücksichtigt individuelle Voraussetzungen und Fitnessniveaus. Diese Checkpunkte helfen dir einzuschätzen, ob der Plan noch zu dir passt, oder ob du Anpassungen brauchst.
Nach Monat 1:
Kannst du 10 bis 12 km locker laufen, ohne stärker werdende Schmerzen?
Fühlst du dich 24 bis 48 Stunden nach dem langen Lauf wieder recht frisch?
Nach Monat 3:
Ein langer Lauf über 18 bis 20 km ist möglich, ohne dass du mehrere Tage „platt" bist
3 bis 4 Einheiten pro Woche passen in deinen Alltag, ohne deinen Schlaf massiv zu kürzen
Nach Monat 5:
Ein 28 bis 30 km Lauf war machbar, dein Grundtempo blieb vorwiegend locker
Du kennst eine funktionierende Verpflegung (Getränke, Gels), die du verträgst
Wenn ein Check klar „nein" ergibt: den Plan strecken, das Marathonziel verschieben oder die Zielzeit anpassen. Einen Marathon zu erzwingen, wenn die Basis fehlt, erhöht das Risiko für Verletzungen und macht das Erlebnis am Wettkampftag unnötig belastend.
Unterbrechungen gehören zur Realität jeder Marathonvorbereitung über 4 bis 6 Monate. Die Umsetzung des Plans muss flexibel bleiben.
Eine verpasste Einheit pro Woche im Basistraining: einfach ausfallen lassen, nicht nachholen. Keine zwei harten Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen komprimieren. Priorität liegt auf dem langen Lauf und einer Qualitätseinheit; Umfangsläufe sind flexibler verschiebbar.
Nach 1 Woche Pause: Mit ca. 70 % des letzten Umfangs einsteigen, zunächst nur lockere Läufe
Nach 2 Wochen Pause: Umfang halbieren, Tempoeinheiten in der ersten Woche weglassen
Nach 3 oder mehr Wochen Pause: Prüfe, ob der anvisierte Marathon verschoben wird, besonders wenn du bereits im Monat 5 oder 6 bist
Bei Krankheit mit Fieber oder Infekten wird das Training erst nach vollständiger Erholung wieder aufgenommen. Die direkte marathonspezifische Phase kann etwa 12 Wochen umfassen; dieser Sechsmonatsplan enthält davor zusätzliche Basis- und Aufbauzeit. Wenn du diese 12 Wochen durch eine lange Pause verlierst, reicht die verbleibende Zeit oft nicht.
Wenn ein langer Lauf im Basistraining (bis 20 km) ausfällt: weitermachen, nicht doppeln.
Wenn ein 28 bis 32 km Lauf im Monat 5 ausfällt: den nächsten langen Lauf moderat verlängern, z. B. von 24 auf 26 bis 28 km statt direkt auf 32 km zu springen.
Wenn zwei lange Läufe über 25 km in Folge fehlen: prüfe ernsthaft, ob ein späterer Marathontermin sinnvoller ist. Die meisten Marathons haben ein Zeitlimit von 6 Stunden; das gibt dir genügend Spielraum, um auch mit weniger Vorbereitung ins Ziel zu kommen, aber das Risiko für Verletzungen steigt ohne ausreichende lange Läufe.
Bei anhaltenden Schmerzen, starker Müdigkeit oder Schwindel: Training stoppen und medizinische Abklärung suchen.
Leite deine Zielzeit nicht aus Geschlecht oder pauschalen Durchschnittswerten ab. Nutze stattdessen aktuelle Wettkampfergebnisse nur als grobe Orientierung und prüfe das Ziel gegen mehrere stabile Trainingswochen, lange Läufe, Erholung und die Bedingungen am Wettkampftag.
Alltag anpassen:
Verschiebe lange Läufe im Wochenplan, wenn nötig (z. B. auf Freitag, wenn der Samstag beruflich belastet ist). Behalte mindestens einen vollständigen Ruhetag ohne Laufen pro Woche bei. Langsamer angestrebte Marathonzeiten vertragen meist etwas geringeren Wochenumfang, brauchen aber dennoch lange Läufe; die Dauer auf den Beinen ist der entscheidende Reiz.
Zielzeit bestimmen:
Orientiere deine Marathonzeit an deiner aktuellen 10-km- oder Halbmarathon-Leistung und wähle im Zweifel eher defensiv. Dein Potenzial zeigt sich realistischer über dein 5 km Tempo und deine Halbmarathonzeit als über eine abstrakte Wunschvorstellung. Ein Marathon unter 4 Stunden erfordert eine Pace von 5:41 Minuten pro Kilometer; prüfe, ob du diese Geschwindigkeit aktuell über 10 km halten kannst.
Marathon-Wochen bietet weitere Inhalte zur Vertiefung deines Marathontrainings:
Detaillierte Wochenpläne für 3 bis 4 Läufe pro Woche in der Basistrainingsphase
Marathonspezifische Tempoeinheiten und Beispiele für Marathon-Tempo-Läufe
Informationen zur Verpflegung im Marathontraining und zur Planung der Wettkampf-Ernährung
Hinweise zur Rückkehr ins Training nach dem Marathon
Hier werden häufige offene Fragen beantwortet, die der Artikel selbst nicht vollständig abdeckt.
Ja, bei bestehender Grundlagenausdauer sind 6 Monate in der Regel ausreichend. Die Marathonvorbereitung dauert in der Regel 4 bis 6 Monate.
Völlige Laufanfänger brauchen mehr Zeit. Völlige Laufanfänger sollten zuerst über längere Zeit eine stabile Laufroutine aufbauen, bevor sie mit einem Marathontrainingsplan beginnen. Baue zunächst eine 5 bis 10 km Basis auf.
3 bis 5 Laufeinheiten pro Woche, abhängig von Erfahrung und Belastbarkeit
Kontinuität über Monate ist wichtiger als kurzfristig hohe Umfänge. Wer 3 Läufe pro Woche über 6 Monate durchhält, erreicht mehr als jemand, der 5 Läufe pro Woche versucht und nach 8 Wochen mit Verletzungen pausieren muss
28 bis 32 km etwa 3 bis 5 Wochen vor dem Marathon, je nach Tempo und Vorgeschichte. Ein Marathon erfordert mindestens 30 Kilometer am Stück zu laufen
Trainingsläufe über die volle Wettkampfdistanz (42,195 km) sind für Freizeitläufer nicht empfehlenswert; die Erholungszeit wäre zu lang
Mehrere Wochen lassen sich nicht in wenigen Tagen „nachholen"
Optionen: Zielzeit anpassen, Umfang reduzieren oder den Marathon auf einen späteren Termin verschieben. Ob du z. B. den Berlin Marathon im Herbst oder ein Frühjahrsrennen wählst, macht keinen qualitativen Unterschied für die Methode
Der Trainingsplan liefert die Struktur, aber keine Zeitgarantie
Eine sub-4-Stunden-Bestzeit braucht zusätzliche Voraussetzungen in Tempo und Umfang. Prüfe deine aktuelle 10-km-Leistung: Wer 10 km unter 50 Minuten läuft, hat realistischere Chancen auf sub-4 als jemand, der 10 km in 60 Minuten absolviert
Krafttraining kann Verletzungen vorbeugen und die Leistung steigern. 2 Einheiten à 15 Minuten Rumpfstabilisation pro Woche sind ein Minimum
Athleten, die ausschließlich laufen und Stabilisationstraining weglassen, haben ein höheres Risiko für typische Läuferverletzungen wie Kniebeschwerden oder Schienbeinprobleme
Die folgenden Quellen begrenzen die Aussagen dieser Seite. Planwerte bleiben Orientierungen und ersetzen weder individuelle Leistungsdiagnostik noch medizinische Beratung.